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Das Märchen von der so traurigen Regenfee.....





Die traurige Regenfee
Jedes Kind weiß, dass es viele verschiedene Arten von Feen gibt, die im Märchenland leben. Eine Art sind die Blumenfeen, Jede Blume hat ihre eigene Fee, genauso wie die Bäume und der Wind und der Regen.   
Es gibt auch eine Schneefee. Sie ist wunderschön, mit wallenden weißen Haaren, rosigen Wangen und einem schimmernden Kleid aus weißer gefrorener Spitze.
Die Fee der Gänseblümchen ist ebenfalls hübsch. Sie trägt eine orangefarbene Bluse und einen Rock aus weißen Blütenblättern. Weiße Pantöffelchen hat sie an den Füßen und auf dem Kopf eine gelbe Kappe.  Außer den Feen gibt es im Märchenland noch Zwerge, Erdgeister, Kobolde und Elfen. Sie sind alle zufrieden und gut und haben einander gern. aber es war nicht immer so - und das war wegen der Regenfee. Die war gar nicht glücklich und zufrieden. Niemals nahm sie an den Spielen der anderen teil oder am Tanz oder an lustigen Späßen. Immer saß sie unter einer Glockenblume, wo man sie nicht sehen konnte, und Tautropfentränen rannen über ihr trauriges Gesicht.  Eines Tages jedoch, als die Glockenblumenfee müde vom Tanzen war und beschloss, zu ihrer Blume nach Hause zu gehen, da entdeckte sie natürlich die Regenfee, die wieder  bitterlich weinte.
"Warum weinst du?" rief sie erstaunt. "Und was tust du hier?"
"Ach", antwortete die Regenfee, "ihr anderen Feen habt alle so schöne Kleider und Flügel. Aber mein Kleid ist nicht ein bisschen hübsch. Es hat die Farbe von Wasser, und meine Flügel sehen genauso aus, trüb und armselig." Die Regenfee weinte heftig in ein Taschentuch aus Spinnweben.
"Meine Liebe", sagte die Glockenblumenfee und schüttelte ihren Kopf vor Mitleid so sehr hin und her, dass sie beinahe die blaue Kappe von ihren goldenen Locken verloren hätte. "Was kann ich nur tun, um dir zu helfen?" fragte sie dann. "Ach, ich weiß. Ich werde mit dem Wintergnom sprechen. Er hat manchmal sehr gute Ideen. Und er ist klug, weißt du?"

Die Glockenblumenfee machte sich also gleich auf den Weg zu dem Frostgnom. Als sie ihn gefunden hatte, sah sie ihn mit gekreuzten Beinen auf dem Fußboden in seiner Höhle sitzen und Eiszapfen für den Winter blank putzen. Die Glockenblumenfee erzählte ihm nun von der Regenfee, und der Frostgnom meinte, da wäre es das beste, mit der Mutter Regenbogen zu sprechen, die für solche Sachen zuständig sei. Aber er könnte auch -   sagte er - ein paar kristallene Tautropfen und etwas gefrorene Spitze für die Regenfee abgeben.  
 "Vielen Dank", erwiderte die Glockenblumenfee, "du bist immer sehr freundlich, aber ich möchte jetzt doch lieber gleich zur Mutter Regenbogen fliegen." Wieder machte sie sich auf den Weg, und diesmal landete sie auf einem Pilz, gerade gegenüber der Hütte, in welcher die Mutter Regenbogen wohnte. Sie war damit beschäftigt, einem kleinen Elfen einen Flicken auf die zerrissene Hose zu nähen.
"Hallo, Glockenblumenfee!" rief sie, "wie nett von dir, dass du mich besuchst."
 "Guten Tag, Mutter Regenbogen. ich bin gekommen, um zu fragen, ob du meiner Freundin, der Regenfee, helfen kannst? Sie ist so unglücklich, weil ihr Kleid nicht besonders schön ist und weil es wirklich gar keine Farbe hat. Kannst du  irgendetwas für sie tun?"
Mutter Regenbogen legte ihr Nähzeug beiseite und dachte ein paar Minuten angestrengt nach. Dann lächelte sie und antwortete: "Ja - es gibt etwas, womit ich deiner Freundin helfen kann. Es ist aber ein wenig schwierig. Hör zu! Morgen werde ich die Sonne bitten, auf die Erde zu scheinen, wenn es regnet, so dass ich meinen bunten Regenbogen spannen kann. Dann muss der Frostgnom erscheinen und die Farben auf dem Kleid der Regenfee gefrieren lassen."

"Werden sie dann für immer dort bleiben und nicht mehr verschwinden?" fragte die Glockenblumenfee.
"Oh ja. Deine Freundin wird dann für immer ein Kleid in den Farben des Regenbogens haben."
"Das muss ich ihr gleich erzählen!" rief die Glockenblumenfee und flog eilig davon.
 Am nächsten Tag geschah alles so, wie es Mutter Regenbogen gesagt hatte. Als die Regenfee zwischen die Sonne und den Regenbogen geriet, bekam ihr Kleid die wundervollsten, schimmerten Farben: Gelb, Orange, Rot, Violett, Blau und Grün. Der Frostgnom verzierte es noch mit Perlen aus Tautropfen. Die Regenfee glitzerte wie ein Diamant und hatte Flügel aus gefrorener Spitze. So flog sie ins Märchenland zu den anderen Feen, wo sie von nun an glücklich mit ihnen zusammenlebte. ......
    

Celine 16.06.2015, 18.32

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von katerchen

zauberhaft wie es erzählt wurde Celine
LG vom katerchen

vom 16.06.2015, 20.46
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katerchen:
zauberhaft wie es erzählt wurde CelineLG vom
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PIPPA:
liebe celine, ich bin jetzt auf Hier klickenu
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Martina:
Da ist leider viel Wahrheit drin, viel zu oft
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Anne:
Wahre Schönheit kommt eh nur von innen und mi
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Marika Krücken:
Vielen lieben Dank, freue mich total :-)
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